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Unser Gesangskanarienvogel ist ein Zuchtprodukt, dessen Stammeltern der wilde Kanarienvogel mit dem wissenschaftlichen Namen Serinus canaria ist. Der Kanariengirlitz kommt auf den Kanarischen Inseln, sowie Azoren und Madeira als kleiner grüner Finkenvogel vor und wurde vor etwa vor 500 Jahren nach Spanien gebracht. Die von Mönchen gezüchteten Kanarien gelangten bald durch den Verkauf nach Tirol. Als die Arbeit der Tiroler Bergleute knapp wurde, zogen sie mit ihren Hausgenossen in den Harz. Die Harzer Bergleute haben die Kanarienzucht systematisch weiter betrieben. Tatsache ist, daß der Gesang des wilden Kanarienvogels nicht mit dem heutigen Edelroller zu vergleichen ist, aber bereits alle Tonelemente enthält, über die sein domestizierter Nachkomme verfügt. Wilhelm Trute, ein einfacher Bergmann, wird als Vater des "Harzer Edelroller" bezeichnet. Wilhelm Trute wurde am 05.März 1836 in St. Andreasberg geboren. Soweit wie aus Überlieferungen bekannt ist, sind die Vorfahren von Wilhelm Trute im 1500 Jahrhundert aus dem Erzgebirge in den Harz gezogen. Die Kanarienzucht wurde von Generation zu Generation, natürlich mit der weitverbreiteten sogenannte Landrasse, betrieben. Es ist eines als gesichert anzunehmen, daß der einzige und echte Vater des "Harzer Edelroller" Wilhelm Trute war, denn er und sonst keiner, machte aus Jappern, aus völlig wild singenden Kanarienvögeln die ersten edlen Sänger. Es gelang ihm, bei seinen Kanarien, durch systematische Stammeszucht , rollende Touren zu mehren. Die dann mit geschlossenem Schnabel ihr Lied vortrugen, das brachte ihm, mit seinem Stamm "Harzer Edelroller" , Weltruf ein.
Wilhelm Trute ist am 20. Oktober 1889 verstorben.
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Bei allen Züchtern, egal ob es sich hierbei um Tier-oder Pflanzenliebhaber handelt, steht die Erhaltung oder die Veränderung bestimmter Rassen im Vordergrund. So sind die "Harzer Edelroller", die wir heute züchten nicht mehr die Vögel, die um die Jahrhundertwende existierten.
Bei unserem "Harzer Edelroller" gibt der Hahn darüber Auskunft, ob der Gesang gut, weniger gut oder schlecht ist. Vom Menschen wird der tiefe Gesang als sehr angenehm empfunden. Die Weibchen sind im allgemeinen nicht sehr stimmbegabt.
Bei der Beschaffung der Zuchtvögel geht man folgendermaßen vor: Man macht sich mit einem Züchter bekannt, der einen guten Stamm hat und trägt ihm seinen Wunsch vor, Gesangskanarien züchten zu wollen. Aber am empfehlenswertesten ist der Anschluß an einen Zuchtverein, in dem die notwendigen Aufklärungen gegeben werden.
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